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Montag Feb 22, 2010

Das weiche Herz blutet gerade...

Auf der Suche nach dem perfekten Leopardil krame ich mich durch die Kleinanzeigen im Internet. Und natürlich komme ich da meist (wie auch bei gedruckten Zeitungen) nie an den Katzenanzeigen vorbei.

 

Und ich möchte halt echt gerne mal wissen, was die Leute dazu treibt, z.B. dreizehnjährige Katzen herzugeben. Man kommt doch nicht einfach so mal auf die Idee, einen treuen Begleiter oder eine treue Freundin nach dreizehn Jahren zu fotographieren und dann mal einfach so im Netz als "zu verschenken" anzupreisen, oder? Sowas bricht mir einfach das Herz.

 

Klar, der eine oder andere Fall ist sicherlich tragisch und schlimm. Dennoch finde ich es einen unerträglichen Gedanken. Und natürlich will ich die Riette und das Mir noch um mich haben, wenn sie alt und grau sind. Und vielleicht inkontinent oder so... Aber meine heißgeliebten Katzendiven sind doch kein Spielzeug, welches durch/nach Gebrauch vielleicht kaputt geht und irgendwann lästig und langweilig wird, so dass man es einfach beseitigt.

 

Und sollte ich irgendwann mal krank werden, so komme bitte niemand auf die Idee meine (dann hoffentlich wirklich sehr, sehr alten) Katzen in der Welt herumzuverschenken...

 

Und ich würde sie am liebsten alle, alle, alle retten...

 

Gibt es eigentlich Tier-Paten, welche Tiere "zu Hause" retten? Also z.B. wenn irgendjemand seinen Arbeitsplatz verliert und sich sein Tier nicht mehr leisten kann? Weil es vielleicht nicht drin ist, pro Monat 50 - 100€ in Futter und frische Pisskiesel zu stecken - von Entwurmungen, Impfungen oder sonstigem Tralala wie Zahnsteinentfernung mal noch ganz zu schweigen? Hm... Müsste sich doch durch "Sachgaben" eigentlich irgendwie regeln lassen, oder?


Besonders angetan hat es mir diesmal aber Lena. Ein armes neunjähriges Flauschbündel. Himmel, wer gibt denn einer neunjährigen Katze noch eine Chance? Wenn sie keine Freigängerkatze wäre (so liest es sich), und wenn sie nicht so unverträglich mit anderen Katzen wäre (weshalb sie wohl eine neue-neue Heimat sucht) würde sie den Diven vermutlich schon Gesellschaft leisten... Hach. Liebevolles Katzenheim, irgendjemand? Bitte?

Kommentare:

Wir hoffen ja auch einfach, dass unsere Zwillinge schon im Mutterleib abgehärtet werden und keine Katzenallergie entwickeln. Unsere beiden möchte ich nämlich auch nicht hergeben (obwohl mind. 1 mal wöchentlich die Frage kommt "aber die Katzen gebt ihr doch jetzt weg oder?" "Nein, wir hätten ja Oma auch nicht weggegeben") Wenn aber die Kinder echt allergisch sein sollten, dann werden wir wohl oder übel den Katzern ein neues gutes Heim suchen müssen...

Gesendet von tini am Februar 22, 2010 at 09:44 PM CET #

Welch grauenvolle Vorstellung!!! Und was sind das überhaupt für Leute, welche dann "Tiere weggeben" wollen? Ich bin ja gegen jedes Haartier allergisch (Alpaka, Cashmere-Ziege, Mohair-Häschen etc.), gegen Katzen jedoch himmelseisgedankt nicht! Und ich würde es vermutlich bei Katzen dann auch mit systematischer Desensibilisierung probieren. Ein Leben ohne Katzen? Nicht mehr vorstellbar!!!

Gesendet von Garnprinzessin am Februar 22, 2010 at 09:51 PM CET #

Oh mann, die Fellnase kann einem echt leid tun :-( Leider hab' ich ja auch schon 3 Flauschnasen hier und würde keine von ihnen, warum auch immer hergeben... Und ob sich Lena wirklich nicht mit anderen Katzen verträgt, oder ob sie einfach nur verstört ist, weil sie herumgereicht wird, wäre die andere Frage.... Aber so oder so - armes Fellchen :-( Liebe Grüße, Ester

Gesendet von Ester am Februar 22, 2010 at 10:58 PM CET #

Ich kann sowas auch nicht verstehen. Arme Miezen. Ich würde nie ein Tier weggeben weil es alt geworden ist und daher vllt. etwas mehr Aufmerksamkeit braucht. Ebenso aus kaum einem anderen Grund. Einzig bei zwingenden medizinischen Grunden und dann würde es mir wahnsinnig schwer fallen und wäre die allerletzte Option. Tiere sind doch auch Familienmitglieder. Als hier noch eine Katze in Frage kam, haben wir auch nach einem älteren Tier gesucht. Grade weil ich es nicht mag, wenn diese Tiere im Tierheim landen und dauernd kleine Katzen aufgenommen werden, die ja 'ach so süüüß winzig' sind. Gelandet sind wir dann doch wieder bei Wellensittichen - da gab es leider keine heimatlosen, daher gab es nach 6 Wochen suche dann doch kleine. Aber Platz ist noch für zwei weitere, die dürfen gerne älter sein. Hach, schade das in dieser Wohnung nicht noch zusätzlich Platz für eine Fellnase ist.

Gesendet von Silvie am Februar 22, 2010 at 11:24 PM CET #

Ich habe mir vor mittlerweile etwas mehr als fünf Jahren einen damals fünf Monate alten Kater (wahrscheinlich Wildkatzenmischling) aus dem Tierheim mitgenommen. Nach gewissen Startschwierigkeiten, wohl durch das Wildkatzenblut impliziert, versuchte mein gesamter Bekanntenkreis mich davon zu überzeugen, "das Vieh" wieder loszuwerden, da zerkratzte Unterarme und ständige Urinlachen in der Wohnung ja wohl kein Dauerzustand sein könnten. Ich habe den Kleinen (inzwischen eher Riesigen) dann trotzdem behalten, weil ich der Meinung war, dass, wenn er schon im Tierheim alle anderen Katzen verprügelt, die mir näher kommen wollten, er bestimmt einen Grund hatte, so gerne mit MIR nach Hause gehen zu wollen. Und nachdem ich ihn einfach konsequent nett behandelt habe, ist er mittlerweile total schmusig, anhänglich, friedlich und einfach süß, so dass die gleichen Leute, die nicht verstehen konnten, warum ich ihn behalten habe, mich mittlerweile um diese ach so brave Katze beneiden. Übrigens hat sich inzwischen herausgestellt, dass mein Kater eine phantastische Menschenkenntnis hat. Je nachdem, wie er auf meinen Besuch reagiert, weiß ich, ob es nette Menschen sind. Insofern finde ich hat es sich wahnsinnig gelohnt, eine verhaltensgestörte Katze zu adoptieren. Man braucht halt nur etwas Geduld.

Gesendet von PasAuMidi am Februar 23, 2010 at 07:38 AM CET #

mmhh, ich weiß nicht, ob man Babies schon desensibilisieren kann. Mein Kollege hat 2 kleine Kater übernommen, weil einer der Söhne der Vorbesitzer leider eine Allergie entwickelte (bei den Katzen, die davor bei der Familie wohnten und leider verstarben (innerhalb einiger Jahre...) war nichts). Die haben das ein paar Wochen mit Medikamenten versucht, aber das brachte leider gar nichts und wenn die Katzen im Haus sind, dann ist ja schlecht was mit desensibilieren. Da geht es Dir grottig... Die Familie hat dann lange nach einem guten Zuhause gesucht und sich total schwergetan. Mein Kollege ist dafür jetzt wieder glücklicher Katzendiener ;). So würden wir das glaube ich auch machen: im Freundes- und Bekanntenkreis hören, ob jemand die Katzen nehmen mag, denn wenn es echt auf die Gesundheit von kleinen Würmchen geht, dann muss man gucken, dass man für alle eine gute Lösung findet.

Gesendet von tini am Februar 23, 2010 at 03:23 PM CET #

Nee, das mit dem Desensibilisieren war auf mich persönlich gemünzt gewesen, nicht auf Kinder. Aber es muss ja nicht sein, da ich Katzen wundersamerweise gut vertrage! Und im Bekanntenkreis irgendwie vermitteln ist auch etwas anderes als "zu verschenken" in einer Zeitung, im Netz oder sonstwo. Klar auch, das es manchmal Dramen gibt, bei welchen es wohl nicht anders geht... Trotzdem blutet mir das Herz, und mir wäre es lieber, ich könnte das Lena-Tier heute noch hier einziehen lassen! Allerdings ist auch hier im Bekanntenkreis niemand Waldanlieger oder sonstwie gut für Katzen geeignet...

Gesendet von Garnprinzessin am Februar 23, 2010 at 03:40 PM CET #

Schade schade - der Vierfüßer hier im Haus mag keine Katzen :-( Und die Tochter im Haus reagiert mit Asthma - Platz wär ja, und ich mag die Fellnasen auch gern... Tja - unser Hund hat lebenslänglich - alt ist er , inkontinent ist er nach seiner zweiten Blasenoperation - und verwirrt auch manchmal schon ... aber hergeben? NIEMALS! Ist aber momentan " in ". Wenn etwas mühevoll wird, nicht mehr den Vorstellungen entspricht oder alt wird, kann man es ja entsorgen...oder? Was meinste wohl, wie wir an unseren Hund gekommen sind - der war auch übrig, schon als er klein war. Mir blutet da nicht das Herz - ich bekomme da immer eine Zornesfalte auf der Stirn - und den entsprechenden Zorn gleich noch mit dazu:-( Grüßle Christiane

Gesendet von Christiane Schelling am Februar 23, 2010 at 04:05 PM CET #

Hergeben geht bei uns gar nicht, weder für die psychotische Schmusepfote, mittlerweile fast 12, noch für die hundedemente, zeitweise inkontinente, nur die Fressgier nicht verlernende einäugige Wedelrute und das weitere Getiere ... sie dürfen alt und noch älter werden. Wir werden ja auch nicht jünger :)! Herzliche, Ev

Gesendet von Ev am Februar 25, 2010 at 01:11 PM CET #

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