Nachdem wir ja eher geschwächelt haben, was das Therapieren der armen Katze angeht, so machen wir jetzt ganze Sachen und haben die Transportbox mal mitten auf den Wohnzimmerfußboden gestellt. Das Tier rennt jetzt rum und faucht, ließ sich aber durch den Einsatz des Laserpointers zum halb hineinkriechen animieren… Auch da werden wir wohl sehen. Eine Katzenschnupfenimpfung ist definitiv Pflicht. Punkt. Und wenn ich die Katze durch Einsatz des Laserpointers zum Tierartz locken muss… Gnarf.
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Das Beste…
Als das Beste erscheint mir aber, dass das Mir seit der Zahn(stein)-Entfernung am letzten Donnerstag, also seit knapp einer Woche, 300g zugenommen hat… Bin mal gespannt, ob sie noch weiter zunimmt. Es wäre ihr zu wünschen. Armer Katzenschnuffel…
Hektisch
Blöd halt, wenn man unter der Dusche steht, freudig-friedlich seinen Gedanken nachhängt und sich mit dem feinsten herbeigelureten Spring ganz passend zum Frühlingswetter einschäumt, und dann wegen einem Klingeln plötzlich ganz hektisch wird, weil man ganz vergessen hat, dass die Katzentiere auch Frühling haben sollen… Klingeln sollte also bedeuten, dass das Rühlemann’sche Greenpäck Katze für die violetten Balkonblumenkästen da ist!
Blöd halt, wenn sich das Klingeln als Phantomklingeln rausstellt. Hmpf.
Tierverhaltenstherapie – es beginnt
Schon heute kam in meiner Abwesenheit der Rückruf der Tierverhaltenstherapeutin. Das nenne ich eine prompte Reaktion! Der Mann hat dann ein paar Takte mit ihr gesprochen. Im Anschluss daran haben wir per Mail einen sehr ausführlichen Fragebogen zur Allgemeinanamnese und mit Vorstufen zur Verhaltensanalyse zugesandt bekommen, welchen wir nun ausfüllen werden. Natürlich werde ich diesbezüglich hier alle thematisch Interessierten weiterhin auf dem Laufenden halten.
Tierverhaltenstherapie
Nun gut. Ich habe den Anrufbeantworter in einer Praxis für Tierverhaltenstherapie (grundständig ist die Frau Tierärztin) besprochen. Jetzt bin ich mal gespannt. Weil: Tierverhaltenstherapie hat ja wenig mit dem "nicht funktionierenden" Tier zu tun, sondern ist eigentlich doch eher ein Kommunikationsproblem zwischen Tier und "Halter".
Da momentan aber weder der Mann noch ich wissen, was uns das Tier konkret mitteilen will, ist es mit einer "Übersetzerin" wohl besser. Dann können wir lernen, was wir falsch machen. Vielleicht kann die verrückte Katz auch lernen, was wir gerne von ihr hätten (und wir lernen dazu vermutlich, wie wir das der Katz verständlich nahelegen). Wie gesagt: Es bleibt spannend!
Die Träne quilllt…
Da die Katze-sieht-so-tot-aus-Situation zwar überstanden ist, die Träne aber immer noch fies quoll, ging ich heute morgen nicht über Los, sondern ziemlich direkt zum Augenarzt… Ich wurde mit Augentropfen versorgt und mit Rotlicht besonnt, jetzt muss es langsam wieder werden. Wobei: Läuse und Flöhe – auf eine Allergie sattelt sich eine Entzündung auf.
Wer immer noch austickt, ist leider die Riette. Die kriegt sich leider gar und überhaupt nicht mehr ein:
Riette liegt auf meinem Schreibtischstuhl, welchen ich zu besetzen gewillt bin – das Tier faucht!
Riette liegt auf dem Mann im Bett und Mira möchte auf meiner Seite auch ins Bett – das Tier faucht!
Mira steht in der Wohnung herum und tönt mich an – das Tier kommt und faucht!
Ich stehe im Bad und benutze ein Handtuch auf die übliche Art und Weise – das Tier kommt und faucht!
Ich gehe im Flur an Riette vorbei – das Tier faucht!
Der Mond geht auf – das Tier faucht!
usw.
Ich glaube, man kann sich das Geschehen ganz gut vorstellen. Mein Gedanke ist ja, dass die liebe Riette sich vielleicht ein klein wenig unbeachtet fühlen könnte. Aber wenn man ihr dann Beachtung (und Streicheleinheiten) schenkt – dann faucht sie… Und wenn man das Fauchen ignoriert, dann explodiert sie zu einem Bündel aus Kreischen, Fell und Krallen (und flüchtet). Was geht mit dieser Katze? Ich befürchte: Alles durch.
Ernsthafter: Das macht sie ja nicht, weil es ihr gerade so abnorm gut geht. Sie wirkt ja auch recht gestresst in den Momenten. Und teilweise ängstlich. Aber wenn ich mich selbst nicht mehr in meiner eigenen Wohnung bewegen darf (siehe Bad), oder das Tier im Schlafzimmer ebenfalls Tobsuchtsanfälle bekommt…
Jetzt habe ich es gewagt, online mal nach "Katzenpsychologe" zu suchen… Oha, da gibt es ja circa viele. Ist das eigentlich ein irgendwie geschützter Begriff? Ach menno. Geliebt haben sich die Diven ja nie. Aber dass jetzt trotz "Menschenteilung" bzw. ja eher "Menschenseparierung" so ein Krieg ausbricht… Hmpf.
Und sollte ich Bachblüten in die Katze einfüllen, müsste ich die Katze vermutlich vorher mit einem Blasrohr betäuben… Wobei ich einschränkend sagen muss, dass ich ein Fan der herkömmlich-wissenschaftlichen Empirie, besonders natürlich der Doppelblindstudie bin, in diesem Zusammenhang weiß ich die Bachblüten nicht einzuordnen. Und natürlich glaube ich tief und fest an die Macht der Benzos…
Feldidingsi für die Steckdose haben wir als Thematik seit Jahren schon durch. Ist nett, riecht für Menschennasen nach nichts. Ich persönlich fand die Wirkung auf die beiden Diven allerdings jetzt auch nicht irgendwie so ausgeprägt, als dass ich es jetzt nochmal extra benutzen würde.
(Ja, wir berherbergen "Miez, Miez – na komm!" und "Was Katzen wirklich brauchen", zwei ja gerne empfohlene Werke der Katzenbesänftigungs- und Erziehungsliteratur).
Edit:
Es handelte sich um Infrarotlicht…
Die Grätchenfrage
Das Mir frisst wieder, schnurrt wieder, reibt sich an Dingen, tönt bei Berührung, trampelt auf dem Leopardium (was tunlichst nicht mit dem Leopardil zu verwechseln ist!), springt auf niedrige Möbel, springt auch ohne Probleme wieder von den niedrigen Möbeln herunter und bekratzt vorsichtig das Wolkenkuckucksheim. Sooooo, jetzt werde ich langsam ein klein wenig entspannter. Ich frage mich nur gerade, wann das Schmerzmittel nachlässt und es dem Tier vielleicht nicht mehr so gut geht. Oder ob das Tier jetzt so super Gefühle im Mund hat, dass es ihm gerade sehr viel besser geht, da es VOR dem Tierarztbesuch ‘unbemerkte’ Schmerzen hatte…
Riette hingegen faucht seit unserer Rückkehr enorm. Vor zwei Wochen wollte sie ja partout nicht mit zum Impfen, hatte aber die unschöne Begegnung mit dem Transportkorb. Jetzt faucht sie schon beim Anblick des Transportkorbes. Der halt direkt neben der kuschlig-warmen Heizung steht (da das Mir es heute schön warm haben sollte – im Endeffekt hat sie dann aber doch das Kirschkernkissen bevorzugt). Und faucht. Und faucht. Hatte tatsächlich gewagt, Riette mit der selben Hand wie zuvor das Mir zu streicheln. Mit dem Ergebnis, dass ich jetzt zwei Krallenlöcher in der Hand habe und erst mal gucken musste, ob die von Riette beim Absprung vom Schreibtisch mit runter gefegte Digitalkamera überhaupt noch funktioniert (vermutlich aber: ja). Blöder kleiner Teufel… Klar riechen wir alle nach dem Desinfektionsmittel. Aber muss man da gleich so ausflippen? Jetzt schmollt sie seit Stunden im Schlafzimmer… Da kann sich der Mann dann später drum kümmern. Pah!
Aber Hauptsache, dem Mir schmeckt der Fis wieder…
(Der Dodekakophonie-Setch von Bodo Wartke ist einfach immer wieder großartig!)
Wie der Herr…
Das arme Mir war heute morgen ganz tapfer… Sang lustige Weisen auf dem Weg zum Tierarzt, liess sich dort brav untersuchen, war dann doch so fit und munter, dass sie einen Venenkatheter zum Nachlegen von Narkose brauchte und hat sich tapfer Zähne ziehen lassen. Denn leider war es mit der Zahnsteinentfernung nicht getan. Madame Katz leidet nämlich leider wohl an FORL. Das heisst, dass wir die verbliebenen Zähnchen leider sehr gut beobachten müssen. Hoffentlich bleiben ihr die hübschen Eckzähnchen wenigstens erhalten…
Da das Tier nach der Prozedur (Zähne ziehen, Zahnstein von Hand und dann mittels Ultraschall entfernen und schließlich das Auftragen von Politur, Gabe von Beruhigungsmittel, einschließlich Narkose und dann Schmerzmittel) jetzt doch etwas wacklig ist – tatsächlich aber auch schon wieder gefressen hat und ihren Kopf an mir rieb, tja, da gehe ich davon aus, dass sie es ganz gut übersteht.
Nur ich, ich bin noch ganz aus dem Häuschen. Ich musste weinen, als ich das gute Mir da so betäubt und bewegungslos liegen sah. Hm. Wenn es wirklich FORL ist, dann bin ich da eher für einen relativ kurzen, aber intensiven Zahnentfernungsprozess statt wiederholter, ständiger Behandlungsgänge. Erfahrungen, irgendjemand?
Katzenjammer
Wegen steigender Umzugsaction hier wieder nur eingeschränktes Engagement. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass es bald wieder mehr werden wird.
Momentan Streichen, Schleppen, Vorfreuen, Warten, Baumarktbesuche, Wagenanfragen, Putzorgien, Packoramas etc.
Vermutlich werden die Diven das neue Domizil erst mal hassen… Es ist ja schließlich anders als bisher. Gibt es vielleicht Umzugstipps für die Katzentiere und mich?
Die Ruhe nach dem Sturm
Hier zeigt das Mir seinen wunderwunderhübschen zartweißgetüpfelten Katzenbauch:
Die Katze wirkt ziemlich erschlagen, sitzt aber tatsächlich mittlerweile wieder höchst quietschfidel auf dem Balkontisch und miaut zusammen mit Riette den Mond quer über den ganzen Nachthimmel…
Danke für die guten Ideen und inspirierenden Kommentare zu den letzten beiden Einträgen. An der Nähmaschinenfront hat sich tatsächlich auch schon "So Einiges" getan, ein Bericht folgt (unfassbarer Weise kann man ja wirklich auch ohne Nähkenntnisse Probenähen!).
