Über die Tage unserer wirklich gemeinen und garstigen Abwesenheit sind die beiden Diven und die Damen Frett täglich divers von je einer weiblichen und einer männlichen Fütter- und Bespassungsperson heimgesucht worden.
Es gab Wasser, Futter, Bespassung und (sofern auch die beißende und kratzende Diva Riette es zuließ) Streicheleinheiten für alle. Die Diven durften ihr Fell (so es denn gewünscht war) an der Balkonsonne lüften und später nicht mehr benötigte Teile davon im Bett abwerfen (der Felle, nicht des Balkons!). Es gab Malz- und Vitaminpaste in Unmengen, dazu feinstes Futter und pure Aufmerksamkeit.
Trotzdem waren sowohl die Tiere als auch die Besitzer gestern sehr froh, dass sie sich endlich gegenseitig wieder hatten. Denn ich weiß gar nicht, wie oft ich in den letzten Nächten wach geworden bin, um das liebe Mir neben mir zu suchen (welches ich natürlich nicht finden konnte, da es ja zu Hause schlief).
Einzig seltsam erschien, dass das sonst im Gegensatz zum gesprächigen Mir eher absolut stille Riettentier seit unserer Rückkehr nun quasi unablässig herummiaut. Kein leises Miurren, sondern ein wirklich lautes, klagsames Miauen. Eine Suche im Netz ergab dann, dass dies scheinbar kein absonderlicher Einzelfall ist, sondern Ausdruck höchster Katzenverzweiflung… Armes Tier!
Daher nun also großes, intensives Zusammenglucken aller Bewohner auf dem Wohnsofa, bis dann demnächst wieder etwas Normalität einkehrt. Hach. Zu Hause ist es schön.



