Laute Sehnsucht

Über die Tage unserer wirklich gemeinen und garstigen Abwesenheit sind die beiden Diven und die Damen Frett täglich divers von je einer weiblichen und einer männlichen Fütter- und Bespassungsperson heimgesucht worden.

 

Es gab Wasser, Futter, Bespassung und (sofern auch die beißende und kratzende Diva Riette es zuließ) Streicheleinheiten für alle. Die Diven durften ihr Fell (so es denn gewünscht war) an der Balkonsonne lüften und später nicht mehr benötigte Teile davon im Bett abwerfen (der Felle, nicht des Balkons!). Es gab Malz- und Vitaminpaste in Unmengen, dazu feinstes Futter und pure Aufmerksamkeit.

 

Trotzdem waren sowohl die Tiere als auch die Besitzer gestern sehr froh, dass sie sich endlich gegenseitig wieder hatten. Denn ich weiß gar nicht, wie oft ich in den letzten Nächten wach geworden bin, um das liebe Mir neben mir zu suchen (welches ich natürlich nicht finden konnte, da es ja zu Hause schlief).

 

Einzig seltsam erschien, dass das sonst im Gegensatz zum gesprächigen Mir eher absolut stille Riettentier seit unserer Rückkehr nun quasi unablässig herummiaut. Kein leises Miurren, sondern ein wirklich lautes, klagsames Miauen. Eine Suche im Netz ergab dann, dass dies scheinbar kein absonderlicher Einzelfall ist, sondern Ausdruck höchster Katzenverzweiflung… Armes Tier!

 

Daher nun also großes, intensives Zusammenglucken aller Bewohner auf dem Wohnsofa, bis dann demnächst wieder etwas Normalität einkehrt. Hach. Zu Hause ist es schön.

Das weiche Herz blutet gerade…

Auf der Suche nach dem perfekten Leopardil krame ich mich durch die Kleinanzeigen im Internet. Und natürlich komme ich da meist (wie auch bei gedruckten Zeitungen) nie an den Katzenanzeigen vorbei.

 

Und ich möchte halt echt gerne mal wissen, was die Leute dazu treibt, z.B. dreizehnjährige Katzen herzugeben. Man kommt doch nicht einfach so mal auf die Idee, einen treuen Begleiter oder eine treue Freundin nach dreizehn Jahren zu fotographieren und dann mal einfach so im Netz als "zu verschenken" anzupreisen, oder? Sowas bricht mir einfach das Herz.

 

Klar, der eine oder andere Fall ist sicherlich tragisch und schlimm. Dennoch finde ich es einen unerträglichen Gedanken. Und natürlich will ich die Riette und das Mir noch um mich haben, wenn sie alt und grau sind. Und vielleicht inkontinent oder so… Aber meine heißgeliebten Katzendiven sind doch kein Spielzeug, welches durch/nach Gebrauch vielleicht kaputt geht und irgendwann lästig und langweilig wird, so dass man es einfach beseitigt.

 

Und sollte ich irgendwann mal krank werden, so komme bitte niemand auf die Idee meine (dann hoffentlich wirklich sehr, sehr alten) Katzen in der Welt herumzuverschenken…

 

Und ich würde sie am liebsten alle, alle, alle retten…

 

Gibt es eigentlich Tier-Paten, welche Tiere "zu Hause" retten? Also z.B. wenn irgendjemand seinen Arbeitsplatz verliert und sich sein Tier nicht mehr leisten kann? Weil es vielleicht nicht drin ist, pro Monat 50 – 100€ in Futter und frische Pisskiesel zu stecken – von Entwurmungen, Impfungen oder sonstigem Tralala wie Zahnsteinentfernung mal noch ganz zu schweigen? Hm… Müsste sich doch durch "Sachgaben" eigentlich irgendwie regeln lassen, oder?

Besonders angetan hat es mir diesmal aber Lena. Ein armes neunjähriges Flauschbündel. Himmel, wer gibt denn einer neunjährigen Katze noch eine Chance? Wenn sie keine Freigängerkatze wäre (so liest es sich), und wenn sie nicht so unverträglich mit anderen Katzen wäre (weshalb sie wohl eine neue-neue Heimat sucht) würde sie den Diven vermutlich schon Gesellschaft leisten… Hach. Liebevolles Katzenheim, irgendjemand? Bitte?

Aufgabenverteilung

Die Aufgabe von Riette und dem lieben Mir ist es, es sich besonders gut gehen zu lassen und sich möglichst ausgiebig des Lebens zu erfreuen. Der Mann und ich erfreuen uns dann ausgiebig daran, wie die Riette und das Mir sich am Leben erfreuen. Das ist sehr schön.

 

Warum zum Erfreuen am Leben allerdings das Herabwerfen von gefüllten Gefäßen scheinbar zwingend dazu gehört, das weiß vermutlich nur Riette… Und sagt es nicht!

Die Römer

"Unsere Blogkatze" namens Tombola sitzt in einem Käfig… Vielleicht kann/mag jemand helfen? Hat römische Verwandtschaft/Bekanntschaft oder eigene Wanderslust? Herzzerreißend!

 

PS:

Auch im Tierheim ‘um’s Eck’ sitzen bestimmt liebe Katzentiere. Als wir uns kennenlernten war das Mir ja auch bereits ein ausgewachsenes Katzentier. Eventuell hätte ihr auch das Tierheim gedroht, während sich wegen ihrem Wohnungsgenossen ‘mit Papieren’ die Anrufer gestapelt haben. Wegen dem sind wir zwar gekommen, aber den wollten wir dann garnicht (siehe Bericht). Das Mir hatte sich innerhalb von Sekunden in mein Herz geschlichen. Besser hätte das eine kleine Katze auch nicht hinbekommen, dessen bin ich mir so sicher, wie man sich nur sicher sein kann. Die Entscheidung, das Mir zu uns zu nehmen war sowas von goldrichtig… Ende der Erinnerungsdurchsage, dass auch ein ‘älteres Tier’ noch ein liebes Zuhause braucht und nicht einsam im Tierheim verrecken will…

Schuss ins eigene Knie

Verbiete mir doch bitte jemand bei nächster sich bietender Gelegenheit die Anschaffung von (weiteren) Katzen. Heute treiben mich diese Tiere definitiv in den Wahnsinn! War vielleicht etwas Hyperaktivierendes im Wasser? Oder im Futter? Oder in Luft/Äther/Wasweissich? Sind die Katzen der werten Leserinnen auch gerade so unbändigbar? Und kann Simon bitte mal einen Cartoon mit wild durch die Gegend fetzenden Katzen malen? Mit angelegten Ohren? Und bitterlich-klagsamem Kriegsgesang?

Goldmirentag

Heute jährt sich die Ankunft der Mir! Juchu! Freudenfest! Leider ist das scheue Mir relativ unphotographierbar. Photographieren könnte ich sie nur am späten Abend, wenn sie sich auf meinem Kopfkissen herumräkelt und sich den Bauch kraulen lassen möchte. Oder morgens, wenn das Mir mich eine halbe Stunde vor dem Weckerklingeln (egal wann: es ist IMMER eine halbe Stunde vorher) wachmaut. Um sich dann aufs Kopfkissen zu legen und sich herumzuräkeln. Wegen Bauchkraulen und so…

Tripwächter

Dies ist die Katzenminze, welche aus den mir von Tichiro supernetter Weise gespendeten Katzenminzesamen entwächst. Ist sie nicht prächtig?

Katzenminze

 

Jetzt frage ich mich allerdings, ob das Verspeisen von einem grossen, leckeren, grünen Blatt pro Tag für die Diven nicht vielleicht schädlich sein könnte? Sie gehen dann ab als wären sie den Schmidts und nicht meine. Rollen sich mit Hingabe quer durch die Blumentöpfe, fangen unsichtbare Leckermücken, Schnurren & Miurren was das Zeug hält… Nach fünf Minuten stehen sie schamhaft auf und wälzen sich dann gerne im Rest der Wohnung nochmal sauber (Stichwort weisses Sofa und so).

In der Nacht…

…bleiben unsere Diven schwarz!

 

 schwarzekatze_scherenschnitt

 

Das hat Frau Schwarzkäppchen aus der Ferne ganz recht erkannt, und uns zum Besuch einen wunderhübschen Scherenschnitt mitgebracht, den sie mit liebevoller Geduld fürs Kleinstdetail selbst geschnippt hat. Auch hier nochmal ein Dankeschön! (Isser nicht schön, na? Naaaa?)

Stash hilf! – Die Spenderin ist ermittelt

Interessanterweise hat sich die erste Spendenanbieterin mit ihrem Spendenangebot auch gleich weit vom (zugegeben: kleinen, aber doch deutlich vorhandenen) Feld abgesetzt und sich die Wollen  direkt geschnappt!

 

Und weil Frau Drachenwolle nicht nur ganz eilige, winzige Kinder, sondern auch Katzen mag (und Hunde und so und überhaupt…). Äh, jedenfalls hat sie sich für die Sache erwärmt und hat einen schicken Gestaltwandler mit in den Wolltopf geworfen. DANKESCHÖN dafür!

 

GestaltwandlerII

 

Und wer holt den schwarz-bunt-violetten Wolltopf jetzt zu sich heim? War ja klar, musste ja ‘ne Katzenallergikerin sein… Schönes Schicksal!

Herzlichen Glückwunsch, Frau Mangomilch!

 

Äh, und DANKESCHÖN auch für jeden Cent! Euch allen!

Diven auf dem Leopardium

Da der Winter eisig war, wurde das Leopardium herbeigeschleppt. Stilvoll nicht – aber sauwarm! Scheinbar hat es beruhigende Wirkung, denn wenn die Diven es sogar teilen, muss es wirklich toll sein…

Leopardium im Divarium

 

Hach, wie sehr ich die Katzentiere doch ins Herz geschlossen habe… Weiss gar nicht mehr, wie ich es ohne nur ausgehalten habe!

 

Edit:

Doch-doch, ich habe auch bald wieder gehaltvollere Inhalte zu verkünden. Lassen Sie mich doch bitte noch etwas darüber nachdenken, welche Worte und Bilder ich dafür wähle…