Nessi – Schicksalsjahre eines Seeungeheuers

Huch, so viele Leute hier! Vielen lieben Dank für die Kommentare zur Hanami

 

Jetzt bin ich auch schon wieder am nächsten Projekt, was zwar kein Lace-Tuch ist, aber halt eben auch ein Strickdingsi aus vielen Maschen. Seit Tagen tausche, kaufe und horte ich Grüntöne in Varianten, es könnten jetzt langsam fast ausreichend viele Farben sein, aber auf eine Briefsendung warte ich noch… Ach ja, wie gesagt, es soll ein Nessi werden. Und die Nessi-Verlinkung ist tatsächlich auch für nicht bei Ravelry angemeldete Menschen anschaubar.

Nessi02

Das Mir hat erfreuliche weitere 200g zugenommen, das liebe und gute Katzentier! Das ist supergut. Vermutlich werde ich statt der verhassten Zahnkontrolle nun lieber ein wöchentliches Diven-Wiegen veranstalten. Zahnkontrolle mögen die Damen nicht so gern, das Diven-Wiegen geht eher. Und bei der geringsten Abweichung nach unten wird dann aber doch tiefer in die Katz’ geguckt, soll ja nicht wieder so leiden… Wobei ich sagen muss, dass ICH beim Tierarzt auch irgendwie mitgelitten habe. Bin froh, dass es dort keinen "hysterischer Tierhalter bei Behandlung anwesend"-Aufschlag gibt. Ich hätte ihn vermutlich zweimal gezahlt (obwohl das andere hysterische Tier noch nicht mal mit beim Arzt war).

 

Jetzt wate ich gleich wieder knietief durch so rote Nöppsis, welche sich von meinem quietschroten Stretchcord (ich erinnere an die Valeska) in Scharen lösen… An die erfahrenen Näherinnen da draußen: ist das normal? Fällt Cord währen dem Nähen IMMER so fürchterlich auseinander? Wie Winterwonderland – halt eben nur in rot. Hmpf. Schade eigentlich. Dabei war mir das Material vorher doch eigentlich grundsympathisch. Vorteilhaft sitzt der Rock bei mir nicht unbedingt. Er geht halt dort noch weiter nach außen, wo es bei mir eh schon ziemlich weit nach draußen geht. Aber ich habe zuletzt irgendwo gelesen, dass die Menschen in Paris so zauberhaft seien, weil sie ihre vermeintlichen Schwachstellen nicht zu verstecken versuchen würden, sondern diese auf charmante Art betonten. So, dann hoffen wir mal, dass sich die Valeska aber sowas von scheissintensivcharmant um meine Hüft-Oberschenkelpartie drapieren wird, dass ich vermutlich fürderhin im Umkreis von mindestens vier Autostunden als "The Thigh" bekannt werde. Und gerade überlege ich, ob das wohl eine gute Methode ist, vielleicht doch mal wieder eine kleine Versuchsreihe in Sachen Haarfarbe zu starten. Mit viel Glück bemerkt es zu dem Rock niemand…

 

Und bitte weiter dran denken: es heisst unangeforderter Spaltungsüberschuss

Hanami – Die Kirschblütenstola

Das längste Langzeitstrickprojekt ist fertig gestrickt. Seit Dezember 2009 habe ich immer mal wieder daran herumgestrickt. Oder wegen einem Fehler zurückgestrickt. Dann mal wieder weitergestrickt etc. Aber nun ist sie fertig. Und bereits verschenkt. Daher hier nur ein kleines Bild vom Spannprozess.

Hanami_Gespannt

Schottische Schafe

Hier die wollene Ausbeute eines grässlichen Urlaubs in Schottland (ich berichtete nicht so ausführlich, wie grässlich es wirklich war – aber die Schafe waren toll!).

 

Schottische Wolle

 

Gekauf wurden diese drei und ein wenig Knäuele bei Shilasdair, einem Handfärbebetrieb an einem Zipfelchen der Isle of Skye. Seitdem ich sie habe, wünsche ich mir eigentlich einen hübschen Cowl (für die Klapprechnermenschen: also ein Halskragendingsi) daraus. Aber wo gibt es ein schönes Muster für die vier Farben? Hat jemand einen Mustervorschlag für mich? Eine Anleitung parat? Irgendwie würde ich das Zeug vor dem nächsten Sommer schon ganz gerne verstrickt haben.

 

Es gibt übrigens neuen Wohnungscontent! Vermutlich darüber morgen mehr!

Ganz entspannt

Dies ist der ganz entspannte Herbivore. Und entspannt wird er vermutlich auch bleiben, bis wir umgezogen sind. Habe keine Lust, auch noch mehrere Meter Kohlenfaserstäbe oder so mitumzuziehen. Das erneute Umziehen ist eh so eine Sache. Ach, schweigen wir da erst mal noch drüber. Wobei: Wir waren dieser Tage eine Wohnung anschauen…

 

Am Telefon (ich war ein wenig in Eile) sagte mir die Vermieterin während des Gespräches: "Ach, das Haus kennen sie, wenn sie auch nur mal ein klein wenig im Stadtteil zu Fuß unterwegs waren: Die Villa Feldauf!"

 

Da war ich dann doch gespannt. Eine Villa mit Namen! Kannte ich bislang doch gar nicht so viele benamte Villen. Vielleicht die Villa Wunderkind oder, was die nähere Umgebung angeht, die Villa Vopelius. Hm.

 

Als wir dann davor standen, sah das Haus auch ganz hübsch aus. Durchaus auch aus einer Zeit, in welcher die Villen Namen bekamen… Als die Vermieterin dann endlich auch eintraf (wir waren ein wenig früher dran, sie ein wenig später), erkundigte ich mich im schönsten, seichtesten und interessiertesten Plauderton nach der "Villa Feldauf". Ich war ja schließlich neugierig, ob das besonders benamte Gebäude eventuell eine spannende, tragische oder sonstwie bemerkenswerte Geschichte hat.

 

Die Frau guckte mich sehr unfreundlich an und meinte barsch, dass ich das Wohl geträumt hätte. Sie hätte ja nie-im-Leben sowas gesagt. Und sie fügte bissig hinzu, dass ich das wohl geträumt haben müsse. Ähm. Nein. Super Stimmung: Vermieterin irritiert und halb erbost, potentielle Mieterin ob der Grenzüberschreitung mit dem Traumkommentar ebenfalls angepisst.

herbivore_entspannt

 

Dann führte sie uns durch die Wohnung (nett, aber für unseren Geschmack für das Gebotene deutlich überteuert), erwähnte noch, was sie natürlich alles noch vor einem eventuellen Einzug instand setzen lassen würde (warum eigentlich nicht jetzt, da die Wohnung leer und unvermietet ist?) etc. Es entsprach dann aber doch nicht so ganz unseren Bedürfnissen und Wünschen, weswegen die Vermieterin in ihrem Wesen so sein konnte, wie sie denn wollte (denn unsere Vermieterin würde sie ja nicht werden).

 

Und einige Stunden später, während ich mir die absurde Szene nochmal so durch den Kopf gehen liess, war mir plötzlich klar: "Die Villa fällt auf!"

 

Aber mal ganz unter uns gesagt: nee, tut sie eigentlich auch nicht…

Wieder mal Socken

Hier zwei Paar Socken, eigentlich bereits vor Weihnachten fertig. Zeige sie besser hier, bevor sie bei der nächsten großen Waschung ins große Grau verschwinden. Wobei: Die Venus wird noch verschenkt werden, da ist die Gefahr vermutlich geringer. Weihnachtsgeschenk 2010. Nein, natürlich konnte man wegen des Eises nicht vor die Tür…

 

Tausendschön Pfingstrose, gut in meinen Kisten abgelagert, jetzt doch verstrickt:

 

pfingstrose

 

Tausendschön Venus 6-fach, Farbabweichung durch Photo möglich und wahrscheinlich

Venus

Frau Fischer fischt frische Fische

Seltsame Überschrift, aber so steht sie geschrieben… Und dies hat noch nicht mal etwas mit der FreitagsFisch-Aktion von FrauRieger zu tun, welche sich momentan in vielen Blogs großer Beliebtheit zu erfreuen scheint. Denn die frischen Fische wurden am Samstag übergeben und auch fotografiert.

 

Gezeigt wird hier an einem unüblichen Modell (der quasi-inkognito bleiben-wollenden Empfängerin der Socken nämlich – der Name ist ja nun echt nicht gerade selten) ein bislang ungezeigtes Paar von mir handgestrickter Socken aus einem Knäuel der Sorte ‘Zauberball’ in der Farbe ‘Frische Fische’.

 

fraufischersfrischefische

 

Allerdings frage ich mich, warum die Farbe ausgerechnet "Frische Fische" heißt… Vielleicht wegen dem Regenbogenschimmer von Regenbogenforellen? Oder vielleicht hat es was mit der doch ziemlich ominösen Hommingberger Gepardenforelle zu tun? Man kann es nicht genau sagen. Aber das Farbe, Form (ein Wunder!!!) und irgendwie auch Name hier gut passten – das lässt sich nicht leugnen.

 

Ich habe mich übrigens zu früh gefreut, dass ausgerechnet ich einen Zauberball ohne Knoten mit Rapportfehler erwischt haben sollte… Dem war dann auch nicht so. Kurz vor Ende der zweiten Socke wurde Dunkelblau dann plötzlich zu Helltürkis. So weit wickeln, als dass der Anschluss dann wieder gestimmt hätte, konnte ich gar nicht. Schade. Nun ja. So sind sie wenigstens mit dem berühmt-berüchtigten Charme des handgemachten Geschenks versehen…

 

Stimmung hier weiterhin ungebrochen gut, Schreibneigung aufgrund zweier weiterhin ausstehender Dingsis für die Arbeit (eines der Dingsis wurde natürlich bereits geschrieben, jedoch wurde es quasi sofort und direkt durch ein weiteres noch zu schreibendes Dingsi ersetzt) eher gering. Hmpf.

farai un vers de dreyt nien

Eigentlich würde ich hier gerne sooo viel Schreiben, da mir mindestens 1003 Dinge durch den Kopf gehen. Aber es ist das böse Internet, und dieses vergisst ja bekanntlich so gut wie nie (außer natürlich das eine oder andere Kuchenrezept, welches man zwar gebookmarked, jedoch nicht gespeichert hat…). Also schreibe ich lieber nicht, sondern drehe und wende meine Gedanken lieber innerköpfisch. Und dabei geht es um nichts Besonderes, sondern eigentlich nur um das ganze Leben, das Universum und natürlich den nicht minder fulminanten Rest…

 

Oder sind Blogeinträge in ihrer semi-öffentlichen Randexistenz vielleicht gar nicht dazu da, dass man in ihnen Sitte, Moral, Religion und die ganze Schuhmode des letzten Jahrzehnts diskutiert?

 

Alleine an dieser Fragestellung lässt sich schon ablesen, dass der Mann und ich kürzlich mehreren Staffeln dieser bestimmten Frauenfreundschaft-Sex-Serie zum Opfer gefallen sind (mir fehlt generell die letzte Folge der letzten Staffel, weswegen ich auch die beiden Filme noch nicht gesehen habe). Und da wird so munter, frank und frei drauf losgeschrieben, dass ich mir manchmal wünsche, dass mir die Konsequenzen ein klein wenig egaler wären. Gut, die Dame schreibt statt einem kleinen Strickblog eine viel beachtete Kolumne, lebt ihn einer niemals schlafenden Stadt (meine Stadt hingegen hat vermutlich eine Überdosis Zopiclon genommen!), trägt vermutlich Igitt-Pelz und scheint dem Brazilian nicht abgeneigt zu sein. Womit wir fast schon wieder beim Thema wären: Der Busch!

 

Mein Fliederbusch ist mittlerweile zu einer Traubenhyazinthe eingetauscht. Liegt leicht außerhalb des eigentlichen Beute-Schemas (normalerweise verabscheue ich Blau!), ist aber trotzdem hübsch…

Traubenhyazinthe

 

Die Überschrift wird dadurch verstehbarer.

Titanias Revenge

Zwischen Wollen und Werden lag hier eine sehr lange Zeit. Denn bereits vor geraumer Zeit fand ich Cookie A.s Sockenanleitung ‘Titanias Revenge‘ irgendwo und fand sie sehr, sehr interessant. Leider gab Blue Moon Fiber Arts zu dieser Zeit aber noch ein sehr hohes Porto auch für "nur Muster"-Sendungen an (ja, auch auf Mailanfrage), so dass ich das Muster erst mal nicht bestellte.

 

Irgendwann überarbeitete BMFA dann das Porto doch mal, so dass ich mir die Strickanleitung (wenn auch zu einem höheren Versandporto als dem Preis der Anleitung) bestellte. Und erst mal glücklich war.

 

titaniasrevenge2

 

Gestrickt wurde aber immer noch nicht. Und von daher war es eigentlich prima Fügung, dass ich irgendwann auch noch Socks That Rocks-Wolle in der Qualität lightweight und in der Farbe Titania bestellte. Und wieder ewig abwartete.

 

Und irgendwann wurde dann recht frenetisch losgestrickt.

 

Nun sind die Socken fertig. Sie sind (viel) zu groß, auf den Bildern sieht man dies (auch) an den recht ‘eckigen’ Spitzen. Und man sieht die Farben nicht so schön, wie man sie in Natura sehen könnte. Und irgendwie kommen sie gar nicht so gut raus. Das lacy Beinmuster sieht man nicht gut. Und den Zopf auf beiden Füßen leider auch nicht. Aber Spaß hat das Stricken gemacht. Und das ist – will ich mal meinen – die Hauptsache.

Ringelpiez (ohne Anfassen)

Hier sehen die werten Leserinnen und Leser meine wunderbaren Inverstigersocken, entstanden zu 45% im Wartezimmer des Rosenbohrerkavaliers, wohin es mich unerwarteterweise – jedoch im Urlaub natürlich auch wieder typischerweise – verschlug. Und was machen wir da? Janee, is klar: Socken.

inverskopfstandsupertiger

Das rötliche Lila ist eigentlich eher ein hübsches bläulicheres Lila. Da ich mich im Land der Schotten aber entgegen aller Neugier wider ein dort wohlfeil gebotenes SprayTan entschlossen habe, musste ich das rötliche Lila (dafür aber mit gebräunt wirkenden Beinen) billigend in Kauf nehmen.

 

Wobei: SprayTan, hat es mal jemand versucht? Also sowohl die Variante mit der airbrushenden Kosmetikerin im Institut, als auch die in Drogeriemärkten veräußerten Sprühdöschen mit Sonne darin? Würde mich ja mal sehr interessieren, ob ich hernach mit einem Leopard in Konkurrenz treten könnte, oder ob das vielleicht doch ganz (also verhältnismäßig) gleichmäßig wird. Eine gesunde (meint: Aufenthalte an frischer Luft vortäuschende) Hautfarbe ist ja auch für den Sonnenverächter dann und wann interessant. Erfahrungsberichte mit der Sprayerei bitte gerne in den Kommentaren. Danke.

 

Zurück zu den Socken. Aus erklärlichen Gründen (s.o.) in glattrechts und aus vierfädiger, prima-toller Drachenwolle. Momentan gibt es die sogenannten Kopfstandtiger (bei denen sich bunt durch Dunkelheit ringelt und nicht umgekehrt) gerade nicht, aber ich habe gehört, dass sie bald wieder erhältlich sein sollen! So lange kann aber vermutlich mit Sockentigern (durch Buntheit ringelt ein wenig Dunkel) substituieren.

Die Limette

Seit diversen Tagen nun liegt die gespannte Limette hier herum und soll auf einem Photo hübsch präsentiert werden. Da dies vermutlich auch in den nächsten Tagen nichts werden würde, präsentiere ich die Limette jetzt einfach so, hübsch hin, hübsch her.

 

dielimette2

Gestrickt wurde sie aus Malabrigo Baby Merino Lace, welches ich fern der Heimat im Internet bestellt hatte. Es handelt sich um die Farbe Sapphire Green, eines der wunderbarsten und hübschesten Grüns überhaupt, auch wenn man dies auf dem Photo leider so gar nicht erkennen kann, weil es sich eben so überhaupt garnicht photographieren lassen möchte.

 

Während ich dies tippe, trinke ich den auf dem Küchenphoto eingefüllten Kaffee und habe die Limette immer noch um die Schultern geschlungen. Die Limette entstand ja nach dem Muster Citron aus der Knitty aus jenem Grunde, damit ich beim Fahren mit geöffnetem Faltdach nicht wüste und derbe Nackenschmerzen bekomme. Aber wenn das Leopardil-to-be weiterhin so fährt, wie es sich bislang so gab – tja, dann erreiche ich vermutlich bald Gold-Mitgliedsstatus bei meiner Autowerkstatt…

 

Jedenfalls blieben der Rasenmäher und ich zuletzt zur Hauptverkehrszeit formschön an einer zwar vierspurigen, jedoch ohne jegliche Parkmöglichkeit versehenen Straße liegen (die Lichtmaschine, ich berichtete). Der blonde Mensch, welcher sich dann fluchend mit einem schwarzen Schirm im "englische-Gouvernanten-Stil" vor dem Regenguss zu erwehren versuchte: das war ich. Die Limette hilft auch gegen Halsweh. Tausend Dank nochmal an den GroßenBösenBiologen, welcher mich schließlich mit seiner Nautilus einsammeln kam…